Bemalte Steine

Diese bunten Steine wurden in einer Aktion von der Linksrungend [’solid] bemalt.
Diese bunten Steine wurden in einer Aktion von der Linksrungend [’solid] bemalt.

Am Abend des 5. Februar 2026 lag ein leiser Zauber in der Geschäftsstelle in Rendsburg. Draußen kroch die Kälte durch die Straßen, doch drinnen sammelte sich eine kleine Gruppe von Menschen, die etwas anderes im Sinn hatten als die winterliche Tristesse: Farbe, Ideen und ein stilles Zeichen der Hoffnung.


Mit Pinseln in der Hand und Steinen vor sich begann die Runde von Linksjugend [’solid] Rendsburg-Eckernförde gemeinsam mit der Linken Rendsburg-Eckernförde, Worte und Symbole auf die grauen Oberflächen zu bringen. Aus unscheinbaren Kieseln wurden kleine Botschaften: »Solidarität« , »Gerechtigkeit« , »Kein Mensch ist illegal« . Manche Steine trugen rote Sterne, andere Regenbögen, wieder andere einfache, aber eindringliche Sätze.
Es war kein lautes Treffen. Eher eines, bei dem zwischen Farbtöpfen und Gesprächen eine besondere Ruhe entstand. Hier ging es nicht um große Reden, sondern um kleine Gesten. Jeder Stein ein Gedanke, jede Linie ein Ausdruck politischer Überzeugung.


Die Idee dahinter ist so schlicht wie schön: Bemalte Steine werden an öffentlichen Orten abgelegt – auf Mauern, an Wegen, auf Parkbänken. Fremde Menschen finden sie, heben sie auf, lesen, lächeln vielleicht, denken nach. Ein flüchtiger Moment, der dennoch etwas hinterlässt.
Noch liegen die Steine gesammelt in der Geschäftsstelle wie eine kleine bunte Schatzkiste. Doch schon bald werden sie hinausgetragen in die Stadt. Und vielleicht, irgendwo zwischen Gehweg und Grünstreifen, wird jemand innehalten – und einen dieser stillen Grüße entdecken.